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Montag, 29. August 2016

Baron von Münchhausen

Kennst du den "Lügenbaron Münchhausen"? Bestimmt! Aber wusstest du, dass es ihn wirklich gab?

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, auch bekannt als „Baron von Münchhausen“, wurde am 11. Mai 1720 in Bodenwerder geboren. Nach Ausbildung und Karriere als Offizier im Dienste der russischen Zarin kehrte er 1750 nach Bodenwerder zurück und lebte dort bis zu seinem Tode am 22. Februar 1797. Schon zu Lebzeiten war er als phantasie- und humorvoller Erzähler bekannt. Seine Geschichten beruhen eher weniger auf wahren Begebenheiten: er erzählte zum Beispiel, dass er einmal auf einer Kanonenkugel geritten ist oder dass er sich und sein Pferd an seinem eigenem Zopf aus dem Sumpf gerettet hat.

Aber mach dir lieber ein eigenes Bild von seinen Geschichten…

… Russland – im Winter kriecht dir die Kälte in die Knochen, du kannst deine Finger kaum mehr spüren und die eisige Luft macht dir das Atmen schwer. Bei meinem ersten Ritt durch das Land habe ich diese Jahreszeit deutlich unterschätzt. Ich rate jedem sich gut vorzubereiten und nicht an Kleidung zu sparen!
Ich kämpfte mich also auf dem Rücken meines Pferdes durch den Schneesturm der gerade aufgekommen war. Der starke Wind raubte mir und meinem Tier die letzten Kräfte. Nachdem mehrere Stunden vergangen waren legte sich der Sturm langsam aber sicher. Gedankenlos und müde stieg ich herab. Ich band die Zügel des Pferdes an einen Baumwipfel der aus der Schneedecke herauslugte fest. Schließlich legte ich mich auf meinem Mantel zur Ruh.
Als ich am nächsten morgen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurde staunte ich nicht schlecht. Sofort fragte ich mich, wo ich mich befinde. Was natürlich eine dumme Frage war, denn ich sah ja wo ich mich befand. Ich lag lebenskräftig und munter auf einem Dorffriedhof und um mich herum weit und breit kein bisschen Schnee. Ich fing an herum zu Rätseln ob ich träumte oder vielleicht mein Ritt durch den Schnee ein Traum war. Ich kam zu der Erkenntnis, dass keines meiner nächtlichen Fantasie entsprungen sein konnte.

Doch wo war mein Ross geblieben? Ich reckte meinen Kopf in alle Richtungen, doch ich konnte es nirgends entdecken.  Plötzlich hörte ich ein Wiehern! Aufmerksam folgten meine Augen dem Geräusch hoch zum Kirchturm. Dort oben erblickte ich das arme Wesen. Wie sollte ich es denn jetzt von dort herunter holen und wie war es überhaupt hinauf gekommen? Doch dann dämmerte mir was geschehen war. Müde wie ich in der Nacht war band ich mein Pferd an den vermeintlichen Baumwipfel. Der Baumwipfel war jedoch die Kirchturmspitze, welche als einziges vom gesamten Dorf aus dem Schnee ragte. In der Nacht sind die Schneemassen abgetaut und ich mit ihnen.
Kurzerhand nahm ich mein Gewehr und zielte auf die festgebundenen Zügel.
Daraufhin stand mein treuer Gefährte wieder neben mir und wir setzten unsere Reise zufrieden fort!

Eine wirklich sagenhafte Geschichte, oder? Nun liegt es an dir, ob du dem Baron glaubst oder nicht…

Die Geschichte vom Pferd am Kirchturm kannst du dir auch anhören. Klick einfach auf den Pfeil ...

Flash ist Pflicht!

Mehr Infos über den "Lügenbaron" findest du hier: http://www.muenchhausenland.de/