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Sonntag, 23. April 2017

Die Ovelgönner Mühle

Es war einmal ein kleiner Däumling, er hieß Ovel.

Ovel wünschte sich, dass er so groß wäre wie alle anderen. Eines Tages sagte eine Fee zu ihm: "Geh dort oben auf den Berg. Warte dort, bis es zwölf Uhr Mitternacht ist. Dann kommt jede Nacht ein Wolf. Er klaut jede Nacht dem Hirten ein Schaf. Schütze die Schafe und du wirst so groß wie alle anderen!"

Ovel lief auf den Berg, setzte sich auf einen Stein und wartete bis zwölf. Jetzt kam der Wolf. Der Däumling stellte sich schützend vor die Schafe. Der Wolf sagte: "Entweder du gehst mir aus dem Weg oder ich fresse dich."

Der Däumling ging keinen Schritt zur Seite. Der Wolf sagte wieder: "Entweder du gehst mir aus dem Weg oder ich fresse dich." Wieder ging der Däumling keinen Schritt zur Seite. Der Wolf war sauer und fraß Ovel.

Der Wolf ging auf die Schafe zu. Da schrie der Däumling aus dem Bauch des Wolfes: "Passt auf!" Die Schafe liefen los und der Wolf bekam so keines zu fassen. Und so ging das weiter. Jeden Tag schrie der Däumling das gleiche. Irgendwann kletterte der  Däumling aus dem Bauch des Wolfes. Da klagte der Wolf: "Bitte, bitte, Ovel gönne mir nur ein Schaf!" Der Wolf entschuldigte sich bei dem Hirten. Er bekam so ein Schaf.

Der Däumling wuchs und wuchs, gleich war er so groß wie alle anderen.  Weil der Däumling aus dem Märchen Ovel hieß, heißt die Mühle Ovelgönner Mühle.


Das Märchen der Ovelgönner Mühle stammt aus dem Buch "Sagen, Määrkens und Vertellen ut den Kreis Horborg un ümto" von Walter Marquardt und wurde nacherzählt von Janne aus der Klasse 3c  der Grundschule am Moor, Neu Wulmstorf. Das Bild der Mühle hat Mats, ebenfalls aus der Klasse 3c gemalt.