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Sonntag, 22. Oktober 2017

Wahlen

Youtube-Video "So funktioniert die Landtagswahl"

Alle deutschen Staatsbürgerinnen und -bürger dürfen wählen. Das steht so im Grundgesetz, also der deutschen Verfassung. Doch an welchen politischen Wahlen dürfen sich Menschen in Niedersachsen sich eigentlich beteiligen? Und wie funktioniert das Ganze?

Die Wahlen

Bundestagswahl

Alle vier Jahre können Deutsche, die mindestens 18 Jahre alt sind, die Bundestagsabgeordneten wählen. Die letzte Bundestagswahl hat am 24. September 2017 stattgefunden.

Landtagswahl Niedersachsen

Wenige Wochen danach - am 15. Oktober 2017 - war die Landtagswahl in Niedersachsen. Alle fünf Jahre können Niedersächsinnen und Niedersachsen, die mindestens 18 Jahre alt sind und mindestens seit drei Monaten fest im Land wohnen, die Landtagsabgeordneten wählen. Es sind ungefähr sechs Millionen, die wählen dürfen.

Kreistagswahl und Gemeinderatswahl

Alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die mindestens 16 Jahre alt sind, können in ihrem Landkreis und in ihrer Gemeinde die örtlichen Abgeordneten für den Kreistag und den Gemeinderat wählen. Diese Wahl nennt man Kommunalwahl. Manchmal wird zeitgleich auch Die Landrätin oder der Landrat, die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister gewählt. So nennt man die Chefinnen und Chefs der Landkreise, der Städte und Gemeinden.

Wie funktioniert eine Wahl?

Wer wählen darf – also die Wählerin oder der Wähler – bekommt rechtzeitig vorher eine Wahlbenachrichtigung per Post zugeschickt. Darauf stehen das Wahldatum und der Ort, an dem die Stimmzettel ausgefüllt werden können. Man kann den Stimmzettel auchper Brief erhalten, zum Beispiel, wenn man am Wahltag im Urlaub oder auf Reisen ist. Dann kann man zu Hause wählen und anschließend den Stimmzettel mit der Post wieder an das Wahlamt senden. Das nennt man dann Briefwahl.

Die Wahl erfolgt bei den Wahlen zum Bundestag oder zum Landtag durch zwei Kreuze auf dem Stimmzettel. In der linken Spalte stehen die Namen aller Bewerberinnen und Bewerber, in der rechten Spalte alle Parteien, die gewählt werden können. Jede Wählerin und jeder Wähler kann eine Person in der linken Spalte und eine Partei auswählen. Wenn mehr als zwei Kreuze gemacht werden, ist der Stimmzettel ungültig. Bei einer Kommunalwahl kann man sogar drei Kreuze machen. Dort werden nur Personen, keine Parteien gewählt.

Anschließend wird ausgezählt. Die Person, die im eigenen Wahlbezirk die meisten Stimmen auf sich vereinigt hat, ist als Abgeordneter oder Abgeordnete gewählt. Das ist die Erststimme. Nach der Stimmzahl der Parteien bestimmen sich die Mehrheiten im Bundestag oder im Landtag. Das bestimmt die Zweitstimme.

Aber warum wird gewählt?

Deutschland ist eine repräsentative Demokratie. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Herrschaft des Staatsvolkes“: Die gewählten Abgeordneten im Bundestag und den anderen Parlamenten „repräsentieren“, also vertreten das Volk –  alle deutschen Staatsbürger – bei wichtigen politischen Entscheidungen. Dazu gehören zum Beispiel neue Gesetze. Deshalb nennt man Abgeordnete auch „Volksvertreter“. Wer möchte, dass Menschen mit gleichen Zielen die eigene Zukunft mitgestalten, sollte also wählen gehen, Denn nur durch Wählen erhält man als Staatsbürgerin oder Staatsbürger die Möglichkeit, sich an der Gestaltung des Staates und der Gesellschaft zu beteiligen.

Wenn Du mehr zum Thema Landtag und Wahlen wissen willst, schau doch mal auf die Internetseite der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung: Dort findest Du einen Erklärfilm und weitere Informationen zur Landtagswahl und zu weiteren interessanten Themen:

https://www.demokratie.niedersachsen.de/startseite/themen/landtagswahl_niedersachsen/erklaerfilm-zur-landtagswahl-158333.html

Ach auf der Jugendseite des Niedersächsischen Landtages gibt es viele Informationen zu Wahlen, zum Parlament und zu den Volksvertretern, also den Abgeordneten:

http://www.landtag-niedersachsen.de/jugend_die_landtagswahlen/