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Mittwoch, 22. Februar 2017
Eine Lösung, die Frieden bringen soll

Eine Lösung, die Frieden bringen soll

Datum: 15.02.2017, 16:16 Uhr

Die Stadt Jerusalem würden Israelis und Palästinenser gerne zu ihrer Hauptstadt machen. Foto: Roland Holschneider/dpa

Zwischen Nachbarn kann es schon mal Streit geben, das kennen viele. Mal findet der eine es blöd, wie sein Nachbar das Auto parkt. Mal gefällt dem anderen nicht, dass die Familie nebenan den Fernseher so laut aufdreht.

Auch im Nahen Osten gibt es immer wieder Streit zwischen Nachbarn. Doch dieser Streit ist sehr viel heftiger als zwischen den meisten Nachbarn. Israelis und Palästinenser zoffen sich dort so sehr, dass sie sich gegenseitig immer wieder angreifen. Dabei sind sogar schon viele Menschen gestorben.

Israelis und Palästinenser sind zwei Völker. Die beiden Völker streiten sich seit Jahrzehnten um Land. Die Israelis haben auf diesem Land einen eigenen Staat: Israel. Der Staat grenzt zum Beispiel an die Länder Ägypten und Jordanien.

Viele Palästinenser, die mal auf dem Gebiet Israels lebten, wurden vertrieben oder flüchteten. Heute leben sie im Westjordanland oder in einem anderen kleinen Gebiet neben Israel, dem Gazastreifen.

Einen eigenen Staat haben die Palästinenser nicht. Aber sie wollen dringend einen gründen. Dann würde es zwei Staaten auf dem Gebiet geben. Manche Israelis sind jedoch gegen diese Idee. Sie sagen etwa: Auf dem Land haben schon unsere Vorfahren gelebt, es steht uns zu.

Die Idee mit den zwei Staaten nennt man auch Zwei-Staaten-Lösung. Darüber wollten jetzt zwei Politiker sprechen: Donald Trump, der neue Präsident der USA, und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Viele Menschen hoffen, dass es in dem Gebiet endlich Frieden gibt.

Doch einfach wird das nicht. Beide Völker müssten mit der Zwei-Staaten-Lösung zufrieden sein. Und es gibt viele offene Fragen: Wo sollen die Grenzen von Palästina verlaufen? Wo soll die Hauptstadt der beiden Staaten sein? Beide Völker wollen nämlich Jerusalem zu ihrer Hauptstadt machen.

Bundeszentrale für Politische Bildung zum Konflikt

© dpa