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Samstag, 24. August 2019

Energie aus Kohle, Öl und Gas

Kohle, Öl und Gas sind vor vielen Millionen Jahren aus Pflanzenresten entstanden.  

Manche dieser Rohstoffe kommen allerdings nur in geringem Maße bei uns in Deutschland vor und müssen deswegen aus anderen Ländern geliefert werden.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Erdgas. Einen Großteil unseres Bedarfs müssen wir mit Gas aus dem Ausland decken. Der größte Lieferant ist dabei Russland, gleich danach kommt Norwegen. Das Gas wird aber nicht mit dem LKW oder dem Schiff transportiert, sondern es wird durch sehr große Rohre direkt nach Deutschland geleitet, um dann auf kleinere Rohre aufgeteilt zu werden. Dadurch kommt das Gas in die verschiedenen Teile des Landes und schließlich zu dir nach Hause, wo eure Heizung damit die Zimmer beheizt. Das Gas wird allerdings, genau wie Kohle und Öl, auch zur Stromerzeugung genutzt.

Kohlekraftwerk © airwolf - Fotolia.com

Um Strom entstehen zu lassen, braucht der Mensch Kraftwerke. Je nachdem, welcher Rohstoff zur Stromerzeugung genutzt wird, unterscheidet sich auch der Name dieser „Kraftwerke“.

Als erstes wollen wir uns mit Kohlekraftwerken und Gaskraftwerken beschäftigen.
Diese Kraftwerke funktionieren alle ganz ähnlich. Zuerst wird der Stoff, mit dem das Kraftwerk betrieben wird – also Kohle oder Gas – verbrannt. Die dabei entstehende Wärme wird zur Erhitzung von Wasser genutzt, das dann verdampft.

Dieser Wasserdampf entsteht auch, wenn deine Eltern Wasser zum Kochen bringen. Bestimmt hast du schon einmal dabei zugesehen, wie das Wasser im Topf auf dem Herd ganz langsam anfängt zu blubbern bis es schließlich sprudelt und Dampf nach oben steigt. Das Gleiche passiert im Kraftwerk, nur dass der Dampf anschließend zu einer großen Turbine weitergeleitet wird und die Turbinenschaufeln antreibt. Das musst du dir so vorstellen, wie der Wind die Flügel einer Windmühle zum Drehen bringt.

Durch die Drehung der Turbinenschaufeln entsteht sogenannte Bewegungsenergie. Die Turbine ist mit einer Maschine (Generator) verbunden, in der die Bewegungsenergie in elektrische Energie – also Strom – umgewandelt wird. Dieser wird dann in das Versorgungsnetz eingespeist, um schließlich in deine Steckdose zu fließen.

Das Prinzip der Umwandlung von Bewegungsenergie in elektrische Energie kennst du übrigens von deinem Fahrraddynamo.

Da Kohle und Gas irgendwann aufgebraucht sein werden und ihre Verbrennung die Umwelt mit schädlichen Gasen verschmutzt, muss der Mensch sich allerdings langsam Gedanken über neue Arten der Energiegewinnung machen.