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Dienstag, 27. Juni 2017

Schulen in Niedersachsen

Die ersten vier Schuljahre gehst du in Niedersachsen auf die Grundschule. In der Grundschule sollest du alles Wichtige lernen, was du für deine weitere Schullaufbahn brauchst. Dazu gehört zum Beispiel, dass du lesen, schreiben und rechnen lernst. Aber wahrscheinlich gehst du selbst auf die Grundschule und weißt am besten, was du dort lernst.

Nach vier Jahren ist dann Schluss mit der Grundschule und ein Schulwechsel steht an. Wie der funktioniert, haben wir dir hier beschrieben ...

Du kannst dich (natürlich zusammen mit deinen Eltern) für eine der folgenden Schulformen entscheiden:

Die Hauptschule

Die Hauptschule ist vor allem für Schülerinnen und Schüler gedacht, die nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung beginnen möchten. Deshalb ist es das wichtigste Ziel dieser Schulform, den Kindern alles an Wissen und Können beizubringen, was man für den späteren Beruf braucht. Es gibt deshalb viele Praktika und Kennenlerntage bei Firmen und Betrieben. Nach der Hauptschule kann man direkt einen Beruf lernen oder noch mal auf eine Schule gehen, die weiter für den Beruf vorbereitet.
Die Hauptschule umfasst die Klassen 5 bis 9. Es kann auch eine 10. Klasse an einer Hauptschule geben, der Besuch der 10. Klasse ist dann aber freiwillig.

Die Realschule

Die Realschule ist vor allem für Schülerinnen und Schüler gedacht, die nicht nur eine allgemeine Bildung bekommen möchten, sondern noch mehr im Bereich Naturwissenschaften und Sprachen lernen wollen. Deshalb kann man an der Realschule viele Unterrichtsfächer selbst auswählen. Das wichtigste Ziel dieser Schulform ist, dass die Kinder ihre leistungsstarken Seiten entdecken und hier durch viel Praxisbezug noch besser werden. Nach der Realschule kann man direkt einen Beruf lernen oder auf eine Berufsschule gehen, um einen höheren Abschluss zu bekommen.
Die Realschule umfasst die Klassen 5 bis 10.

Die Oberschule

Die Oberschule ist für Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule gedacht, die es gut finden, in gemeinsamen Klassen zu lernen, wobei jeder in seinen Stärken und Schwächen gefördert wird. Die Oberschule geht von Klasse 5-10. Wer möchte, macht schon nach der 9. Klasse seinen Hauptschulabschluss. Man kann aber auch am Ende der 10. Klasse seinen erweiterten Haupt- oder Realschulabschluss machen. Danach ist es möglich eine Berufsausbildung zu beginnen oder auf eine Berufsschule zu gehen.
Wenn es genügend Schüler gibt, kann die Oberschule auch noch Schülerinnen und Schüler aufnehmen, die sonst auf das Gymnasium gehen würden. Schüler, die so engagiert lernen, dass sie das Abitur machen wollen, müssen nach der 10. Klasse aber auf ein normales Gymnasium wechseln.

Das Gymnasium

Das Gymnasium ist vor allem für Schülerinnen und Schüler gedacht, die so viel lernen wollen, dass sie hinterher studieren können. Das wichtigste Ziel dieser Schulform ist, dass die Kinder viele Themen möglichst selbstständig bearbeiten können, ohne dass der Lehrer immer alles vorgibt. Vieles wird ausprobiert, vieles aber auch nur besprochen oder man liest darüber. Nach dem Gymnasium kann man auf der Universität ein Studium beginnen, aber auch eine Berufsausbildung machen.
Das Gymnasium umfasst grundsätzlich die Klassen 5 bis 12. 

Die Kooperative Gesamtschule (KGS)

Die KGS  ist für alle Schülerinnen und Schüler gedacht, weil man dort alle Schulabschlüsse machen kann. Es sind zwar alle Kinder unter einem Dach, aber eigentlich ist jeder Schulzweig (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) für sich. Ein wichtiges Ziel ist es aber, dass die Kinder, alle in derselben Schule sind und dabei von Schulzweig zu Schulzweig wechseln können. Der Wechsel hängt davon ab, wie gut sie in einem Fach sind. Je nachdem, welchen Bereich der KGS man besucht hat, kann man danach direkt einen Beruf lernen, auf eine berufsbildende Schule gehen oder studieren.
In der KGS werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 12 unterrichtet, die KGS kann aber auch nur bis Klasse 10 gehen.

Die Integrierte Gesamtschule (IGS)

Die IGS ist vor allem für Schülerinnen und Schüler gedacht, die es gut finden, gemeinsam zu lernen, auch wenn alle etwas Unterschiedliches können und man nicht im gleichen Tempo arbeitet und nicht das gleiche lernt. Das wichtigste Ziel dieser Schulform ist es, miteinander und voneinander zu lernen. Man kann an der IGS alle Schulabschlüsse machen. Je nachdem, welchen Abschluss man macht, kann man danach direkt einen Beruf lernen, auf eine berufsbildende Schule gehen oder studieren.
In der IGS werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 unterrichtet, die IGS kann aber auch nur bis Klasse 10 gehen.

Die Förderschule

An den Förderschulen werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die eine besondere Förderung brauchen, die an einer der anderen genannten Schulen nicht geleistet werden kann. Dieser Förderbedarf kann sehr unterschiedlich sein und soll besondere Schwächen zum Beispiel beim Lernen, Hören, Sprechen, Sehen, bei der geistigen oder emotionalen und sozialen Entwicklung ausgleichen.
Die Förderschule umfasst die Klassen 1 bis 9, Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung die Klassen 1 bis 12.